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22. Januar 2018; Fabian Mauch

Die Renaissance gilt als Übergang zwischen dem "dunklen" Mittelalter und der Aufklärung. Doch auch die Epoche des geistigen Erwachens hat ihre dunklen Seiten. Prof. Kirsten Dickhaut vom Institut für Literaturwissenschaft (Romanische Literaturen I) spürt ihnen nach.

"Magische(s) Gestalten in der christlichen Welt" heißt das von der Fritz Thyssen Stiftung gefürderte und in Kooperation mit dem Stuttgart Research Center (SRC) Text Studies durchgeführte Projekt, das sich mit der Bedeutung von Zauberern, Magiern und Hexen sowie deren "Lenkung der Dinge" beschäftigt. Sein Ausgangspunkt ist ein merkwürdiges Phänomen: Wie kann es sein, dass auf den Marktplätzen der Renaissance so genannte Hexen verbrannt wurden und fast zeitgleich am selben Ort auf ephemeren Bühnen Komüdien aufgeführt wurden, in denen es vor Hexen und Magiern nur so wimmelt? Nach Texten, die teilweise die Inquisitoren selbst verfasst hatten? Wo doch der bloße Verdacht, sich mit Zauberei auszukennen, ausreichte, um auf dem Scheiterhaufen zu landen – Behauptungen, deren Geständnis unter Folter schnell erpresst waren?

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